Neuer Spielplan vorgestellt!

Am Freitag, 12. April 2019, stellte das Theater Trier den Spielplan für die kommende Saison in der Europäischen Kunstakademie Trier vor.

Ausverkaufte Vorstellungen und ein motiviertes Team zeigen, dass der Neustart am Theater Trier geglückt ist. Diesen Erfolg mit dem neuen Spielplan fortzuführen, ist das Ziel von Inten-dant Manfred Langner. Er betonte bei der Vorstellung des Programms 2019/20, man sei dem Ziel, das Theater als Forum der modernen Stadtgesellschaft zu etablieren, ein gutes Stück näher gekommen. „Ich freue mich über den großen Zuspruch aus der Bevölkerung. Wenn wir zufrieden sein wollten, könnten wir das sein. Wir sind es aber nicht, wir wollen das Theater weiter entwickeln“, betonte Langner. Er dankte seinem Team und allen 220 Mitarbeitern des Theaters, die „mit Herzblut“ für das Haus arbeiten würden.

Ein besonderes Jubiläum in der nächsten Spielzeit feiert das Philharmonische Orchester der Stadt Trier mit seinem 100-jährigen Bestehen. Generalmusikdirektor Jochem Hochstenbach erläuterte, dass er dem Orchester aus diesem Anlass vom 20. bis 27. Oktober eine Festwoche mit einem abwechslungsreichen Konzertprogramm widmet. Vier Konzerte unterschiedlicher Art, bestehend aus einem Familienkonzert, einem Klassik um 11- Konzert, einem Mixed Zone- und einem Sinfoniekonzert, folgen in dieser Woche aufeinander. Highlight ist das Festkonzert mit Anton Bruckners 7. Sinfonie am 27. Oktober in St. Maximin – auf den Tag genau 100 Jahre nach dem ersten Konzert des Orchesters im Jahr 1919. Neben der Festwoche gibt es mit den Sinfoniekonzerten und Klassik um 11, Mixed Zone, Concert Lounge sowie den Familienkonzerten wieder beliebte Formate, auf die sich die Trierer freuen dürfen.
Die insgesamt acht Sinfoniekonzerte bewegen sich durch die Jahrhunderte und musikalischen Stile ebenso wie durch die Entstehungsländer. Vier Mal gibt es am Vorabend in der Concert Lounge Erklärungen zu dem Programm am Folgetag.

Die erste Premiere im Bereich Schaupiel kündigt Manfred Langner mit „der schlechtesten Sängerin der Welt“ an. In „Souvenir“ geht es um Florence Foster Jenkins, die von dem langjährigen Ensemblemitglied Barbara Ullmann verkörpert werden wird. „Rain Man“ liegt der bekannte Film mit Dustin Hoffman zugrunde, die Revue „Ein Tanz auf dem Vulkan“ entführt ins Trier und die Zwanziger Jahre, das Musical „Oliver!“ geht zurück auf Oliver Twist von Charles Dickens, „Intra Muros“ ist die deutsche Erstaufführung eines Schauspiels des bereits mehrfach ausgezeichneten jungen Autors Alexis Michalik, und als Klassiker wird Lessings „Nathan der Weise“ in der Europäischen Kunstakademie zur Aufführung kommen. Zwölf Neuproduktionen und drei Wiederaufnahmen („Sechs Tanzstunden in sechs Woche“, „Amore, Amore, Amore“ und „Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran“) bilden die Vielseitigkeit und immense Schaffenskraft innerhalb des Schauspiels mehr als deutlich ab.

Im Musiktheater wird es fünf Premieren geben, von denen Operndirektor Jean-Claude Berutti als „sieben Meisterwerke“ spricht. Sieben deshalb, weil die letzte Premiere im Mai 2020 drei kürzere Werke unter der Überschrift „Drei leidenschaftliche Meisterwerke des Musiktheaters“ zusammenfasst: „Pygmalion“ (Rameau), „Phädra OP 93“ (Britten) und „Meister Pedros Puppenspiel“ (de Falla). Mit „La Bohème“, der „Hochzeit des Figaro“ und dem „Rosenkavalier“ stehen drei bekannte Werke der weniger bekannten Operette „La Périchole“ von Jacques Offenbach gegenüber.

In der Tanzsparte bietet Ballettdirektor Roberto Scafati an einem Ballett-Doppelabend Neuin-terpretationen von den Klassikern „Carmen“ und „Bolero“ an. Ebenso im Programm: „The Door“. Ein Abend mit verschiedenen Choreographien von jungen Choreographen sowie eine Uraufführung mit dem Tanztheater „Rituale“. Neben den neuen Choreographien und Inszenierungen gibt es die Wiederaufnahmen von „Dornröschen“, „Zorbas“ und „Die Reise in die Hoffnung“.

Für Kinder und Jugendliche gibt es das Märchen „Aladin und die Wunderlampe“,  „Le petit prince“ in französischer Sprache sowie die Jugendstücke „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ und „Türkisch Gold“.

Die Angebote der Theater- und Konzertpädagogik werden fortgeführt und weiterhin ausge-baut. So werden zum Beispiel die Trierer Schultheatertage wieder zum Leben erweckt, es gibt unter anderem Workshops zu Tanz, Theater und Maske, Pult an Pult bietet fortgeschrittenen jungen Instrumentalisten die Möglichkeit zu gemeinsamen Proben mit Orchestermusikern, und selbstverständlich geht man auch vor Ort, das heißt in Kindergärten und Schulen.

Darüber hinaus bietet das Bürgertheater unter der Überschrift Theater für Mutbürger Theaterprojekte für Laien aller Altersklassen an. Hier wird das Team mit Stephan Vanecek verstärkt, der vielen aus seinen Projekten in der Tufa bekannt sein dürfte. Marc-Bernhard Gleißner wird das Bürgertheater auf eigenen Wünsch verlassen. Eine weitere personelle Veränderung ist die Übernahme der Chordirektion durch Martin Folz. Nach seiner erfolgreichen Arbeit in den vergangenen Jahren mit den Kinder- und Jugendchören, wird er nun aber der nächsten Saison auch den Opern- und Extrachor des Theaters leiten.

Das komplette Spielzeitheft zum Download: https://theater-trier.de/downloadbereich/