„Queer“ vor knapp hundert Jahren

16. Oktober 2020

Trier. Im Theater Trier hatte Virginia Woolfs „Orlando“ eindrucksvoll Premiere. Paraderolle für Luiza Braz Batista.


„Ich bin allein“ – so beginnt und endet der Abend im Theater Trier. Und so endet auch die Liebesgeschichte zwischen der Aristokratin Vita Sackville-West und der Schriftstellerin Virginia Woolf. Mit ihrem Roman „Orlando“, der an diesem Abend als Bühnenfassung in Trier Premiere feiert, hat die englische Ikone der Frauenbewegung der geliebten Freundin ein Denkmal gesetzt. „Orlando“ sei der längste und bezauberndste Liebesbrief der Literatur, schreibt Nigel Nicolson, der Sohn von Sackville-West. Schon von daher ist die Wahl des Werks eine Delikatesse im Programm des Trierer Schauspiels. Aber nicht nur deshalb. Wo eine Gegenwartsgesellschaft, „Homo“ und „Hetero“, offene und andere Beziehungen als private individuelle Entscheidungen und Befindlichkeiten zu respektieren lernt, da waren sich Woolf und ihre Freundin längst einig, dass es so einfach nicht sei, mit Identitäten und den konventionellen Rollen- und Geschlechtszuweisungen. Sie waren „queer“ lange bevor es den Begriff gab…

 

Die ganze Kritik zum Nachlesen auf volksfreund.de:

https://www.volksfreund.de/region/kultur/virginia-woolfs-orlando-feiert-im-trierer-theater-premiere_aid-53530447

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