Die Turing-Maschine

Premiere

30.12.2021

19:30 Uhr
Europäische Kunstakademie

Sie haben für uns den verdammten Krieg gewonnen!

Schauspiel von Benoit Solès

Dies ist die unglaubliche aber wahre Geschichte des Alan Mathison Turing. Der britische Mathematiker, Logiker und Kryptograf war einer der herausragendsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts und gilt als Urvater des Computers und der Künstlichen Intelligenz. Er schuf die theoretischen Grundlagen der Informatik und noch bevor es Computer dafür gab, schrieb er das erste Schachprogramm. Während des Zweiten Weltkriegs ist Turing Teil eines Geheimprojekts: Er wird zum staatlich beauftragen Hacker. In Bletchley, einem kleinen Ort nordwestlich von London, versuchen die Engländer den Nachrichtenverkehr der deutschen Wehrmacht zu entschlüsseln – den Code der ENIGMA. Eine schier unmögliche Aufgabe, denn der Code war mit manuellen Methoden nicht zu knacken. Turings bahnbrechende Erfindung entschlüsselte den Code, verkürzte den Krieg um mehrere Jahre und rettete so Millionen Menschen das Leben.

Und doch ist uns die Geschichte dieses Visionärs kaum bekannt. Von den Geheimdiensten zum Schweigen verdammt, wurde er 1953 wegen Homosexualität verurteilt und musste sich einer unmenschlichen Hormontherapie unterziehen. Ein Jahr später, mit 41 Jahren, nahm sich Alan Turing das Leben. Nach offiziellen Angaben verstarb er an einer Cyanidvergiftung – dem Anschein nach durch einen vergifteten Apfel, den man angebissen neben ihm fand – und als Folge einer schweren Depression, ausgelöst durch die Hormontherapie.

Die Turing-Maschine von Benoit Solès erzählt von einem Genie, dessen Entdeckungen und Forschungsergebnisse das Fundament der modernen Computerwissenschaft und Informatik bilden und dessen Erfindung großen Einfluss auf den Verlauf und das Ende des Zweiten Weltkriegs hatte. Auch in der jetzigen und zukünftigen Debatte um künstliche Intelligenz ist der Blick auf diesen Vordenker spannend und hochaktuell. Es ist aber auch eine Liebesgeschichte und dramatische Enthüllung eines Geheimnisses.

Die Erstaufführung des Stücks erhielt 2019 vier der renommierten Molière-Theaterpreise. Unter anderem wurde Benoit Solès mit dem Preis für das beste Stück und seine Darstellung des Alan Turing ausgezeichnet.

Besetzung:
Alan Turing: Martin Geisen
Mick Ross: Klaus-Michael Nix

Arnold Murray / Hugh Alexander: Jakob Spiegler

In der Inszenierung „Die Turing-Maschine“ wird im Rahmen der Darstellung politischer Verhältnisse in den 1950er Jahren in einzelnen Szenen homophobe und diskriminierende Sprache verwendet. Außerdem wird in dieser Inszenierung ein Stroboskop-Effekt verwendet.

DIE NÄCHSTEN TERMINE

30.12.2021

19:30 Uhr

04.01.2022

19:30 Uhr

23.01.2022

18:00 Uhr

11.02.2022

19:30 Uhr

Leitung

Inszenierung
Paul Hess
Dramaturgie
Philipp Matthias Müller
Bühne
Mara Zechendorff
Kostüme
Yvonne Wallitzer

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