Ein Tanz auf dem Vulkan – Trier und die Zwanziger Jahre

Premiere

07.12.2019

19:30 Uhr
Grosses Haus

Abends wohin? Ins Bett sicher nicht. Es wird hurtig gejazzt!

Eine Revue von Manfred Langner und Horst Maria Merz

Wie golden waren sie, die wilden Zwanziger Jahre? Eine überschäumende Zeit voller Lebensfreude, in der man den Frieden genoss, Charleston tanzte und am Abend durch die von Leuchtreklamen erhellten Straßen bummelte? Oder ein Jahrzehnt, das in die Weltwirtschaftskrise taumelte, in der Not und Verarmung kaschiert und in der politische Auseinandersetzungen zunehmend aggressiver auf den Straßen ausgetragen wurden? Ein rauschendes Fest und ein blindes Stolpern in den Abgrund der Diktatur zugleich?

Mit Musik von Friedrich Hollaender, Paul Abrahams oder Kurt Weill, mit Texten von Tucholsky, Ringelnatz oder Brecht erforschen wir eine Epoche, die den weiteren Verlauf der Geschichte entscheidend geprägt hat. Eine vergnügliche, aber auch zum Nachdenken anregende Rückschau, so überschäumend, turbulent und vielschichtig wie das Zeitalter selbst. Und wie heißt es in einem Schlager der Zeit so schön: „Alles kommt einmal wieder, wie es vor Jahren war …“

Die nächsten Zwanziger Jahre stehen vor der Tür. Schon gleichen heute manche demagogische Sätze den Zitaten der damaligen Zeit, schon werden Grenzen neu gezogen. So wirft diese Revue auch einen Blick voraus, in die kommenden „Zwanziger“ – wie nahe sind wir dem Tanz auf dem Vulkan wieder?

Mit dieser Revue von Intendant Manfred Langner und dem musikalischen Leiter Horst Maria Merz begibt sich das Ensemble des Theaters Trier auf eine rasante Reise ins Trier der 20er Jahre, durch die Geschichte der Weimarer Republik mit ihren Marotten und Moden, zwischen Marsch und Jazz.

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Leitung

Inszenierung
Manfred Langner
Bühne
Beate Zoff
Kostüme
Monika Seidl
Dramaturgie
Philipp Matthias Müller