Endstation Sehnsucht

Premiere

25.04.2020

19:30 Uhr
Grosses Haus

Ich will keine Wirklichkeit, ich will Zauber! Ja, ja, Zauber.

Drama von Tennesse Williams

Zwei gegensätzliche Welten prallen in einer Familie aufeinander: Blanche DuBois, eine verblassende Südstaaten-Schönheit von lichtscheuem Gemüt und leicht affektierter Eleganz, sieht sich als Vertreterin der alten Ordnung – eines aristokratischen Amerikas der Cocktail-Partys und gepflegten Konversationen in einer massiv in Auflösung befindlichen Welt. Die feingeistige Lehrerin hat einen Teil dieser Welt bereits zu Grabe getragen: Das elterliche Anwesen Belle Rêve, das die Falschheit seines Traums schon im Namen trägt, ist verloren. Sie selbst ist nervlich zerrüttet, schutzlos und der sanften Entrückung durch den Alkohol zugetan.

Mit jener Straßenbahn, deren Endstation „Sehnsucht“ heißt, erreicht sie die Wohnung ihrer kleinen Schwester Stella in einem heruntergekommenen Stadtteil von New Orleans. Dort trifft sie auf den Mann ihrer Schwester, Stanley Kowalski, einen modernen Industrienomaden, Nachfahre polnischer Einwanderer, Ex-Soldat und passionierter Pokerspieler von geradezu kreatürlicher Durchsetzungskraft, der mit dem Wort ebenso zu verletzen vermag wie mit der Faust. Er vertritt die neue Ordnung: ein Amerika, in dem man stets bereit sein muss, um sich zu beißen.

In der brütenden Hitze New Orleans eskaliert die Situation am Ende – vor allem wegen Blanches Missverhältnis zwischen Realität und Illusion.

A Streetcar Named Desire, 1947 in New York uraufgeführt und bald darauf von Elia Kazan mit Vivien Leigh und Marlon Brando in den Hauptrollen verfilmt, ist Tennessee Williams‘ bekanntestes Drama, für das er 1948 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.

 

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Leitung

Inszenierung
Harald Demmer
Bühne
Oliver Kostecka
Dramaturgie
Philipp Matthias Müller