Kabale und Liebe

Premiere

23.12.2020

19:30 Uhr
Grosses Haus

Ich fürchte nichts – nichts – als die Grenzen deiner Liebe.

Bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller

Ferdinand, Sohn des Präsidenten von Walter, schwärmt für Luise, die Tochter des Musikers Miller. Die junge Frau erwidert die Gefühle mit gleicher Leidenschaft, doch sowohl Ferdinands als auch Luises Vater lehnen eine Verbindung der beiden strikt ab. Der Vater Ferdinands will seinen Nachwuchs vielmehr mit der einflussreichen Lady Milford vermählen, der Mätresse des Herzogs. Er erhofft sich dadurch seinen Einfluss bei Hofe zu erhöhen. Lady Milford hingegen kann schon allein aus Liebe und Prestigegründen nicht mehr auf Ferdinand verzichten. Luises Vater ist davon überzeugt, dass seine Tochter für jemanden wie Ferdinand doch nur ein vorübergehendes Spielzeug sein kann. Ferdinand rebelliert gegen seinen Vater und will mit Luise fliehen. Gemeinsam mit seinem intriganten Sekretär Wurm, der seinerseits um Luises Gunst buhlt, erdenkt sich Ferdinands Vater daher einen perfiden Plan. Die Schlinge der Intrigen zieht sich immer mehr zu und öffentliche und private Interessen verschwimmen – ihr Leben scheint Luise und Ferdinand schon lange nicht mehr zu gehören. Eifersucht kommt auf und eine unaufhaltsame Kette tragischer Ereignisse wird in Gang gesetzt …

Der 25-jährige Friedrich Schiller schrieb Kabale und Liebe auf der Flucht. 1782 musste er das damalige Württemberg verlassen, Herzog Carl Eugen hatte ihn nach einem unerlaubten Ausflug festnehmen lassen und verbot ihm jegliche schriftstellerische Betätigung. Auf dem Gut einer Gönnerin soll sich Schiller in deren 17-jährige Tochter verliebt haben – eine aussichtslose Liebe aufgrund von Schillers schwieriger gesellschaftlicher und sozialer Position. Beide Erlebnisse – die Flucht, sowie die unmögliche Liebe zu Caroline zu Wolzogen – flossen in die Handlung von Kabale und Liebe ein. Das berühmte bürgerliche Trauerspiel Schillers ist weit über die Problematisierung von Standeskonflikten hinaus ein radikaler Versuch des Menschen, innerhalb festgelegter gesellschaftlicher Machtinteressen den eigenen Glücksanspruch durchzusetzen.

 

Besetzung:

Prädident von Walter: Klaus-Michael Nix
Ferdinand von Walter: Lennart Hillmann
Hofmarschall von Kalb: Paul Hess
Lady Milford: Marsha Zimmermann
Wurm: Giovanni Rupp
Miller: Michael Hiller
Luise Miller: Davina Donaldson

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Leitung

Inszenierung
Rüdiger Pape
Bühne
Dietmar Teßmann
Kostüme
Monika Seidl
Dramaturgie
Philipp Matthias Müller

Die Einstellung des Vorstellungsbetriebs muss vorerst bis zum 20. Dezember verlängert werden. Vorstellungen und Premieren müssen daher leider entfallen und werden nach Möglichkeit in das neue Jahr verschoben. 

Weitere Informationen unter „Aktuelles“