P’tit Albert

Premiere

Frühjahr 2019

Studio

Zu Tisch, zu Tisch, zu Tisch!
Miss Jones sagt immer ’ch bin ein Vernährungs-Experte Vernährungs-Experte nennt sie mich oja wenn da ist ’ne neue wie-machen-geht das bin ich Schwester kommt das der’s ihr’s zeigt das bin ich der sich ins Mäuschen lacht.

Stück von Jean-Marie Frin
Nach einer Erzählung von Jack London

Seit vielen Jahren ist Tom Patient einer psychiatrischen Anstalt. Das Heim ist sein Zuhause. Er ist stolz darauf, den Ärzten und Schwestern als Hilfspfleger zur Hand gehen zu dürfen: Der sympathische Sonderling serviert das Essen und kümmert sich liebevoll um P’tit Albert, den kleinen Albert, den er seit Jahren betreut. Nichts bleibt Tom verborgen, er hört alles, sieht alles, weiß alles. Und so erfährt er auch bald vom Fluchtversuch zweier Mitpatienten. Tom schließt sich ihnen an − aber natürlich nicht ohne P’tit Albert …

Ein Theatererlebnis der besonderen Art, in dem die Zuschauer zu Heimbewohnern werden, denen Tom das Abendessen serviert, während sie seinen Erzählungen folgen. Und die haben es in sich: Bekannt wie ein „Kunterbunt“ und mit der „Gabel der Sprache“ gesegnet, folgt Tom in seinen Monologen einer ganz besonderen Diktion, die ebenso skurril ist wie komisch, ebenso hintersinnig wie entlarvend sind. Aus Jack Londons Erzählung Told in the Drooling Ward wird so ein pointenreiches Feuerwerk voller Wortverdrehungen und Wortspielen. P’tit Albert ist ein virtuoses Solostück, das die Grenzen zwischen Normalität und Wahnsinn verwischt.

 

Leitung

Dramaturgie
Philipp Matthias Müller
Besetzung

Paul Behrens