Reigen

Premiere

22.05.2021

19:30 Uhr
Grosses Haus

Geh‘, bleib jetzt bei mir. Wer weiß, ob wir morgen noch‘s Leben haben.

Oper in 10 Dialogen von Philippe Boesmans nach Arthur Schnitzler

Die Oper des Belgiers Philippe Boesmans, die 1993 als Auftragswerk am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel uraufgeführt wurde, basiert auf Arthur Schnitzlers gleichnamigem Drama. Eine enge Zusammenarbeit verband ihn mit dem Regisseur Luc Bondy, der auch das Libretto zu Reigen schrieb. Boesmans Werke stehen regelmäßig auf den Programmen bekannter Festivals, wie Darmstadt, Warschau, Zagreb, Brüssel, Royan, Metz und Avignon. Reigen ist die erste belgische Oper des 20. Jahrhunderts, die auch in den Nachbarländern Eingang ins Repertoire fand. 1920 sorgte das Drama bei seiner Uraufführung für einen großen Theaterskandal.

In zehn Dialogen schildert Schnitzler den Mechanismus von Verführung und sexueller Lust. Librettist Luc Bondy und Komponist Philippe Boesmans behielten die zyklische Struktur der Vorlage bei. Die zehn Szenen der Oper schildern zehn kurze Treffen von zehn Personen, die jeweils zu einer sexuellen Vereinigung führen. Sie zeichnen ein Bild der Moral in der Gesellschaft des Fin de siècle und durchwandern dabei in einem Reigen alle sozialen Schichten vom Proletariat bis zur Aristokratie. Dabei werden die Partner jeweils weitergereicht: zuerst trifft sich die Dirne mit dem Soldaten, dann dieser mit dem Stubenmädchen, das Stubenmädchen mit dem jungen Herrn usw., bis der Graf zuletzt wieder auf die Dirne trifft.

Machtkampf, Verführung, Sehnsucht, Enttäuschung und das Verlangen nach Liebe stehen jeweils im Vordergrund des Geschehens.

Libretto von Luc Bondy
In deutscher Sprache mit Übertiteln

DIE NÄCHSTEN TERMINE

22.05.2021

19:30 Uhr

Leitung

Musikalische Leitung
Jochem Hochstenbach
Regie
Yves Bombay
Regiemitarbeit
Jean-Claude Berutti