Woyzeck

09.11.2019

19:30 Uhr
Studio

Generationenübergreifendes Bürgertheater-Projekt mit LaiendarstellerInnen

Georg Büchners Arme-Leute-Drama als soziale Anklage und Schicksalstraum unterer Sphäre wird zum Ausgangspunkt unserer eigenen Stückentwicklung. Die Armut und die materiellen Umstände seines Lebens treiben Woyzeck als schutzlosen Proletarier ins Verbrechen.

In Büchners Drama bestimmt die Verschiedenheit der sozialen Lage auch über die verschiedene Anschauung´von Sitte und Moral. Dabei hofft er auf Liebe, auf eine´bessere Welt. Angereichert und durchsetzt wird das Stück Büchners durch eigene Texte, die wir selbst aus unserer Erfahrungswelt schreiben werden. Inspirieren lassen wollen wir uns dabei u. a. von Sarah Kanes letztem Werk, das sie in einem heftigen depressiven Schub niederschrieb. Es ist ein zerstückelter, fragmentierter Text ohne einheitliche Sprache, in dem der Monolog zu einem Dialog wird und dann wieder zu Wort- und Zahlenketten wechselt. Franz Woyzeck liebt seine Lebensgefährtin Marie und ihr gemeinsames, uneheliches Kind Christian. Um sie und das Kind über die Runden zu bringen, nimmt er an verschiedenen ärztlichen Tests teil, an denen er schließlich psychisch schwer erkrankt. Auch Marie träumt von einem besseren Leben – sie lässt sich auf andere Männer ein, von denen sie schöne Dinge geschenkt bekommt, die sie sich ansonsten nicht leisten kann. Franz‘ psychische Erkrankung nimmt schließlich derart zu, dass er Stimmen hört, in eine Parallelwelt abdriftet und schließlich seine Marie umbringt. Das Kind wendet sich schreiend von ihm ab – er hat alles in seinem Leben verloren.

Für Jugendliche und Erwachsene ab 14 Jahren.

 

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