Zeitrausch

Januar 2021

Europäische Kunstakademie

Ein Dreiteiliger Ballettabend mit Choreografien von Christine Ceconello, Giovanni Insaudo, Guillaume Hulot & Lucyna Zwolinska

Laut Prognose des Statistischen Bundesamtes könnte die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland im Jahr 2060 für Frauen auf 88,8 und für Männer auf 84,8 Jahre ansteigen. In der Zukunft werden wir also noch mehr Zeit zur Verfügung haben als bisher. Seit der Frühlings-Quarantäne dieses ereignisreichen Jahres haben wir alle unser Gefühl der Zeit erneuern müssen. Wir haben immer mehr davon und doch entgleitet sie uns gefühlt zusehends. Wozu Zeit einsparen? Nur damit wir nach Feierabend noch mehr simsen, posten und liken, statt die Zeit wirklich zu nutzen? Vielleicht ist ja auch „Zeit nutzen“ genau das falsche Wort. Warum sonst fühlt sich selbst die junge Generation so gehetzt und das, obwohl sie voraussichtlich länger leben wird als die jetzige?

Während sich viele Sorgen machen, dass der Klimawandel nicht auf ihren Bachelo-Abschluss wartet, fühlen sich andere schlecht, wenn sie nicht gestresst sind. Stress als ein unbewusstes Mittel gegen das Unbehagen über immer mehr Lebenszeit „zu verfügen“. Es geht um die Zeit, die verlorene, die wiedergefundene und den als erstrebenswert befundenen Stress des Jetzt.

In diesem Abend hat Roberto Scafati eine Auswahl von Choreografinnen und Choreografen dazu eingeladen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und entführt Sie in ganz neue, bewegte Gefilde.

Leitung

Choreografie
Christine Ceconello
Guillaume Hulot
Giovanni Insaudo
Lucyna Zwolinska
Ausstattung
Mona Hapke
Ballettmeister & Assistent
Joe Monaghan