Preise über Preise zur Spielzeitgala

Am Wochenende ist das Theater Trier gemeinsam mit dem Publikum in die neue Spielzeit gestartet. Zur Spielzeitgala am Freitagabend wurde Joana Tscheinig mit der Theatermaske und Lara Rieken mit dem Bühnentaler für ihre herausragenden Leistungen in der vergangenen Spielzeit ausgezeichnet. Am Samstag folgte das Theaterfest, zu dem zahlreiche Familien und Theaterbegeisterte in Workshops, bunten Spielen und Führungen das Haus und die neue Saison erkundeten. Abgeschlossen wurde das große Eröffnungswochenende mit einer weiteren Spielzeitgala, wo die Ensembles mit dem Philharmonischen Orchester der Stadt Trier Einblicke in die neuen Stücke und Konzerte gaben. Am Samstag überreichte Hiltrud Zock, Vorsitzende der Theaterfreunde, Chordirektor Martin Folz und dem Kinder- und Jugendchor einen Scheck von über 15.000 € Spenden, die sie zur Unterstützung der Uraufführung von „Das fliegende Klassenzimmer“ zum 10. Jubiläum des Chores gesammelt hatten.

Bevor die Theatermaske der Gesellschaft der Freunde des Theaters Trier traditionell zur Spielzeitgala verliehen wird, knistert es im Großen Haus. So auch am Freitagabend, als die Nominierten – Schnürmeister Paul Trappen, der Opernchor, die Theaterkasse, Schauspieler Stephan Vanecek und Schauspielerin Joana Tscheinig – auf Bühne gerufen wurden, um den Preis bereits zum 20. Mal zu verleihen. Gewonnen hat den renommierten Kulturpreis der Region Joana Tscheinig, die bereits zum dritten Mal nominiert war. Hiltrud Zock, Vorsitzende der Theaterfreunde hob in ihrer Laudatio die Eindeutigkeit des Publikums- wie Juryvotums hervor. Völlig verdient hat sich Tscheinig von „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ bis zu „Anatevka“ mit ihrer Vielseitigkeit, Spielwitz und enormer Bühnenpräsenz in die Herzen des Publikums gespielt. „Seit Jahren eine tragende, großartige Schauspielerin mit einer tollen Gesangsstimme“, heißt es auf einer Nominierungskarte, auf denen das Publikum vorab Vorschläge für die Preisträger machen konnte. Tscheinig überzeugte besonders als Puck im „Sommernachtstraum“, als Jane Bennett in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“ und in der vergangenen Spielzeit ebenso in „Der Fiskus“ wie dem Science-Fiction-Stück „Victory im Sonnengruß“. Ab 10. Oktober ist Tscheinig in Thornton Wilders Komödie „Wir sind noch einmal davongekommen“ im Wechselwerk zu sehen.

Einen Traumstart am Theater legte Lara Rieken hin, die mit dem Bühnentaler der Joachim Neuerburg-Stiftung ausgezeichnet wurde. Der Preis wird seit der Spielzeit 2021/22 für herausragende Leistungen junger Künstlerinnen und Künstler am Theater Trier verliehen. Dem Trierer Publikum stellte Rieken sich erstmals in der Kammeroper „The Turn of the Screw“ vor und eroberte es dann endgültig als Eliza Doolittle in dem Erfolgsmusical „My Fair Lady“. Es folgten Rollen in Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ und Humperdincks „Königskinder“. Dass Lara Rieken sich ebenfalls intensiv mit dem Kunstlied auseinandersetzt, konnte man in der „Klassik um 11“ hören, wo sie mit ihrem klaren Sopran barocke Lieder interpretierte. Das Theater Trier ist Riekens erstes Festengagement nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung, die sie als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main begonnen und mit dem Bachelor- und anschließend dem Masterstudium in Stuttgart abgeschlossen hat. Die junge Sopranistin war bereits auf renommierten Bühnen der Republik zu hören, etwa an der Deutschen Oper Berlin, der Alten Oper Frankfurt oder dem Rheingau Musikfestival.

Die Preisverleihungen waren aber nur ein Höhepunkt der Spielzeitgala, die zum letzten Mal vor der Sanierung im Großen Haus des Theaters Trier stattgefunden hat und den Saal begeisterte. Mit Beiträgen der Ensembles von Ballett, Musiktheater und Schauspiel, dem Opern- sowie Jugendchor und natürlich mit dem Philharmonischen Orchester der Stadt Trier gab es Einblicke in die aktuelle Saison. Überrascht wurden Chordirektor Martin Folz, Disponentin der jungen Chöre Carola Ehrt und der Kinder- und Jugendchor. Hiltrud Zock, Vorsitzende der Theaterfreunde, überreichte ihnen zur Gala am Samstagabend einen Scheck in Höhe von über 15.000 € Spenden, die sie zur Unterstützung der Uraufführung von „Das fliegende Klassenzimmer“ zum 10. Jubiläum des Chores gesammelt hatten.