A Promethean Space Odyssey
Ballett von Roberto Scafati
Carmina Burana
A Promethean Space Odyssey
Ballett von Roberto Scafati
Musik von Carl Orff
Irgendwann, ganz genau weiß das wohl niemand, stiehlt Prometheus den Göttern das Feuer und schenkt es den Menschen. Der Olymp rächt sich mit Pandoras Box, und aus Wärme werden Waffen, aus Licht das Lodern der Kriege, der Waldbrände, der Scheiterhaufen. Ein paar tausend Jahre später. Jahrtausende, in denen sich das Rad der Geschichte unerbittlich zu drehen schien: Aufstieg und Fall von Imperien, die Menschheit eilte von Triumph zu Tod, unsere Träume und Alpträume wechselten wie die Jahreszeiten, und plötzlich komponierte Carl Orff mitten im Alptraum des Dritten Reiches die Carmina Burana: mittelalterliche Lieder über Wein, Frühling und Liebe im Zwingkreis des Schicksalsrades.
Drei Jahrzehnte weiter bat ein anderer Lichtbringer, nämlich des Leinwandlichts: Stanley Kubrick eben Orff, den Soundtrack zu schreiben für seine Prometheus-Version, 2001: Odyssee im Weltraum. Leider wollte es das Schicksal (mal wieder) anders, Orff sagte ab, der Regisseur sandte seine Astronauten ohne ihn Richtung Jupiter, während der Komponist immerhin eine eigene Oper zum Mythos vom Feuerdieb erschuf.
Und 2026? Dreht sich das Rad noch einmal – doch diesmal bricht es. Roberto Scafati schickt Prometheus, Pandora, den fröhlichen Bariton Marsyas, Eros, den Tod und eine schlecht gelaunte Hoffnung selbst zum Sternentor. Mit Ballettcompany, Chor, Solistinnen und Solisten und dem Philharmonischen Orchester – Feuer ist genug da, und dein Schicksal, endlich, bist du selbst!
O Fortuna!
Leitung
Ballett